Erschreckende Details für Seilschaften in der deutschen Gentechnik
Wer sich fragt, warum die grüne Gentechnik trotz überwältigender Ablehnung immer weiter vorangetrieben wird, findet jetzt eine neue Antwort: Unter dem Titel “Organisierte Unverantwortlichkeit”, einem Ausspruch des Bundesumweltministers, zeigen GentechnikkritikerInnen auf, dass staatliche Aufsichtsbehörden, Forschungsinstitute, Konzerne und Lobbyverbände miteinander stark verfilzt sind. “Es gibt keine unabhängigen Stellen und überall herrschen Seilschaften, die keinen Zweifel an ihrer Befürwortung der Gentechnik lassen”, fasst der Autor Jörg Bergstedt die Lage zusammen. Dabei würden Genehmigungsverfahren ausgehebelt und viele Millionen Forschungsgelder in windige Firmenkonstruktionen umgeleitet: “Rund um die vier Zentren der grünen Gentechnik in Gatersleben, Braunschweig, Üplingen und Groß Lüsewitz sind mafiose Geflechte von Kleinstunternehmen entstanden, zwischen denen Aufträge und Gelder hin- und hergeschoben werden”. Die neue Broschüre (www.aktionsversand.de.vu) soll die Debatte um das Verbot der grünen Gentechnik voranbringen und kann wichtige Akzente im Europa- und Bundestagswahlkampf setzen. Am wichtigsten aber ist dem Autor die Folgerung: “Wer sich auf staatliche Stellen verlässt, ist verlassen. Gentechnikfreiheit gibt es nur dann, wenn die 80 Prozent Ablehnung auch in direkten Protest umschlagen - nicht nur per Protestmail oder am Supermarktregal!”
Quelle: http://www.biotech-seilschaften.de.vu/
Angucken (PDF der zweiten Auflage von Juli 2009)
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Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner entscheidet in Kürze mit, ob in Europa künftig noch mehr Gen-Mais
angebaut wird - oder ob er vom Acker verbannt wird. Bisher hat sich die Ministerin noch nicht auf eine
Position festgelegt. Das Online-Netzwerk Campact und ein breites Bündnis von Umweltorganisationen fordern
von der Ministerin, klipp und klar gegen den Gen-Mais zu stimmen – mit dieser Online-Aktion können Sie tätig werden:
www.campact.de
Die Folgen des Anbaus sind gravierend: Schleichend verunreinigen die Pollen des Gen-Mais die gentechnikfreie Landwirtschaft. Der Großteil des Mais wird verfüttert und landet dann als Käse, Milch, Eier und Fleisch auf unseren
Tellern.
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Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner verbietet den Anbau von Genmais Mon810. Alle Freilandversuche, die ursprünglich auf 10 Jahre angelegt gewesen waren, sind damit gestoppt, so Bayerns Agrarminister Helmut Brunner. Es ist ohnehin unglaublich, einen Freilandversuch mit unabsehbaren Folgen für die gesamte Nahrungskette und das Ökosystem über einen derart langen Zeitraum überhaupt zu genehmigen. Doch die CSU in Bayern ist weiterhin dafür. Zur Erinnerung: Der Konzern Monsanto - ursprünglich auf Chemie spezialisiert - verändert Nahrungsmittel gentechnisch so, das sie gegen Schädlinge resistent sind. So zumindest die offizielle Version.
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Genmais der Firma Monsanto könnte bald auch auf den Tellern deutscher Verbraucher landen. Die EU genehmigte den Anbau von gentechnisch verändertem Mais, wobei die einzelnen Länder der EU das Recht haben, dies unter Angabe von Gründen zu verweigern. Frankreich machte zum Beispiel von diesem Recht Gebrauch. Eine Karte mit Anbau-Flächen stellt Greenpeace zur Verfügung.
www.greenpeace.de
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