Aktion des Bund für Naturschutz zum privaten Anbau von Bantam Mais
botanoadopt – ein Projekt von 431art.org
Aktion des Bund für Naturschutz zum privaten Anbau von Bantam Mais
Von Daniel Kluge
mailto:daniel.kluge@berlin.de”
Chemiekonzerne sichern sich über Patente die Rechte an Genen von Nutzpflanzen aus Entwicklungsländern. Misereor und Greenpeace wollen diese Praxis stoppen und haben Einspruch gegen ein umfassendes Patent des Chemiekonzerns DuPont auf Maispflanzen eingelegt.
Der steinige Weg zum Erhalt pflanzengenetischer Ressourcen
WDR 5 Leonardo fragt, welchen Vorteil der Anbau alter, bedrohter Nutzpflanzen hat.
Genbanken sind keine sicheren Banken für die Natur und erst recht nicht für bedrohte Nutzpflanzen. Wenn sie bewahrt werden sollen, müssen sie auch irgendwo angebaut werden. Sie müssen einen praktischen Nutzer finden. Zwar lassen sich alte Sorten, die in der modernen Landwirtschaft keinen Platz mehr haben, in Schaugärten und in Freilichtmuseen anbauen, aber auf lange Sicht muss sich der Anbau auch wirtschaftlich lohnen. Nur so können alte Sorten wieder einen Platz oder zumindest eine Nische in der Landwirtschaft bekommen.
Als erstes Bundesland hatte Nordrhein-Westfalen schon im Jahr 2000 ein Modellprojekt ins Leben gerufen, um alte Sorten wieder auf die Äcker zu bringen und mit neuen Ideen daraus neue Produkte zu schaffen. Erste kleine Erfolge stellen sich mittlerweile ein, doch insgesamt ist es ein steiniger Weg auf dem Acker.
Autor: Michael Schlag
Biologische Vielfalt / Genetische Ressourcen
Agrobiodiversität erhalten, Potenziale erschließen und nachhaltig nutzen
Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, die landwirtschaftliche Produktion stärker als bislang an den wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Prinzipien der Nachhaltigkeit auszurichten. Die Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft sollen damit auch einen größeren Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft und der biologischen Vielfalt mit ihren natürlichen Ressourcen leisten.
Beim Obst wird immer wieder die Erfahrung gemacht, dass noch reichlich Lokalsorten vorhanden sind. Viele dieser Sorten erfreuen sich wieder steigender Beliebtheit und finden ihren Weg zurück in die Gärten und Obstweisen. Bei Gemüse und Kräutern dagegen ist das Wissen von und die Kenntnisse über Lokalsorten im Gegensatz zu Obst kaum vorhanden. Zur Förderung der Kulturpflanzenvielfalt startet das Informationszentrum für Genetische Ressourcen (IGR) nun eine systematische Erfassung. Das IGR ist deshalb an Meldungen und Angaben zur Verbreitung von nicht über den Handel zu beziehender Nutzpflanzenarten interessiert. Wer solche Arten und Sorten – bitte keine Zierpflanzen – selbst anbaut oder sich an früher gebräuchliche Sorten erinnert, sollte dies dem IGR, Villichgasse 17, 53177 Bonn mitteilen. Hilfreich sind Angaben zur Pflanzenart, über den gebräuchlichen Sortennamen, über die Herkunft des Saatguts sowie eine kurze Beschreibung oder womöglich ein Foto. Saatgut wird nicht benötigt.